Schwierige Demontage der Landshut in Brasilien

Nach mehreren Wochen harter Arbeit ist es geschafft, die Landshut ist aufgebockt und die Tragflächen abgenommen. Damit ist sie so gut wie transportfähig für ihren letzten Flug nach Friedrichshafen.

Nach mehreren Wochen harter Arbeit ist es geschafft, die Landshut ist aufgebockt und die Tragflächen abgenommen. Damit ist sie so gut wie transportfähig für ihren letzten Flug nach Friedrichshafen.

Nach dem Besuch von Sigmar Gabriel am 14. August, hat sich ein Team der Lufthansa Technik auf den Weg ins brasilianische Fortaleza gemacht. Den Ort, an dem die 1977 von Terroristen entführte Boeing 737 “Landshut” seit neun Jahren stand.

Am 22. August begann ein Expertenteam mit 15 Lufthansa-Technikern mit den Arbeiten. Große Schritte waren dabei zunächst die Demontage der Triebwerke. Es folgten Höhen- und Seitenleitwerke. Nachdem das Flugzeug aufgebockt wurde, konnten auch die Fahrwerke entfernt werden. Besonders der letzte Schritt der Demontage war ein beschwerliches Stück Arbeit, das am 13. September mit der Trennung der linken Tragfläche vom Rumpf begann. Hier zeigte sich, dass dieses Flugzeug nicht zum Auseinanderbauen, sondern zum Durchhalten konstruiert war, was sie im Deutschen Herbst unter Beweis gestellt hat. Dementsprechend mussten 1500 Nieten und Schrauben entfernt werden, damit der Rumpf in eine Frachtmaschine verladen und dann am 23.09.2017 nach Friedrichshafen gebracht werden kann.

Dort wartet eine aufwändige Restaurierung auf die ausrangierte Lufthansa-Maschine und das Dornier Museum Friedrichshafen freut sich, diesen Prozess begleiten zu dürfen.

 

Fotograf: Matthias Winkler