Die "Landshut" ist in Friedrichshafen gelandet

Die Landshut ist in Friedrichshafen gelandet. Museumsdirektor David Dornier hat die Teile des historisch bedeutenden Flugzeugs in Empfang genommen.

Die Landshut ist in Friedrichshafen gelandet. Die Lufthansa-Maschine, 1977 von Terroristen entführt und in Mogadischu von der GSG 9 befreit, findet im Dornier Museum Friedrichshafen eine neue Heimat. Museumsdirektor David Dornier hat die Teile des historisch bedeutenden Flugzeugs zusammen mit Zeitzeugen – unter anderem Co-Pilot Jürgen Vietor – in Empfang genommen.

Die Landshut stand zuletzt auf dem Flughafen Fortaleza in Brasilien. Dort ist sie in den letzten Wochen zerlegt und verladen worden. Der Rumpf ist im Bauch einer Antonow AN 124 transportiert worden.

Die Landung des größten Frachtflugzeugs der Welt am Vormittag hatte viele Menschen aus Friedrichshafen und Umgebung zum Flughafen gelockt. Das Dornier Museum hatte aus Anlass der Landshut-Landung einen Tag der offenen Tür organisiert. Da kein Eintritt gezahlt werden musste, wurde um eine Spende für das Landshut-Projekt gebeten.

Auch das Medien-Interesse war riesig. Insgesamt hatten sich 100 Medienvertreter – darunter zahlreiche TV-Teams – zu diesem Ereignis angemeldet.

Gegen Mittag landete dann eine zweite Transportmaschine – eine Ilyushin 76 – in Friedrichshafen. Mit ihr wurden die Flügel der Landshut transportiert.

Für Museumsdirektor David Dornier war es ein großer Tag: „Das Team des Dornier Museums hat hart dafür gearbeitet, die Landshut nach Friedrichshafen zu holen. Dass sie jetzt hier ist, macht mich stolz.“

Die Landshut-Teile werden zunächst in der Halle W des Flughafens Friedrichshafen eingelagert. Sobald das Ausstellungskonzept steht, wird mit der Restaurierung begonnen.

Auch für das Team des Dornier Museums beginnt die eigentliche Arbeit erst nach Verabschiedung des musealen Konzeptes: Das muss dann umgesetzt werden. Auch bauliche Erweiterungen sind erforderlich.

Mit der Landung in Friedrichshafen wechselt die Verantwortung des Projektes vom Bundesaußenministerium zur Staatsministerin für Kultur.

Unter ihrer Federführung wird ein Ausstellungskonzept entwickelt. Unterstützt wird sie dabei von einem wissenschaftlichen Beirat, der von ihr noch berufen werden muss. Entsprechend dem Ausstellungskonzept werden die baulichen Maßnahmen ausgerichtet, die auf dem Gelände des Dornier Museums erforderlich sind. Diese Maßnahmen durchlaufen alle erforderlichen baurechtlichen Genehmigungsverfahren.

Die „Landshut“ wird auf dem Gelände des Dornier Museum einen eigenen Trakt bekommen, der auch separat besichtigt werden kann. Wenn das museale Konzept steht, wird mit den Arbeiten zur Restaurierung der „Landshut“ begonnen. David Dornier geht davon aus, das im Oktober 2019 die restaurierte Landshut in einer eigenen Halle präsentiert werden kann.