"LANDSHUT" – DAS AUSSTELLUNGSPROJEKT

DAS PROJEKT ZUR AUSSTELLUNG DER 1977 ENTFÜHRTEN LUFTHANSA-MASCHINE "LANDSHUT". 

 

Die Entführung der „Landshut“ vom 13.-18. Oktober 1977 und die Befreiung der 91 Geiseln stellen den Höhepunkt des sogenannten „Deutschen Herbstes“ dar. Wer diese schweren Wochen miterlebte, kann sich auch heute noch lebhaft daran erinnern. 

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts, der Lufthansa Technik und BILD wurde die Maschine im September 2017, neun Jahre nach ihrer Stilllegung im brasilianischen Fortaleza, nach Deutschland zurückgeholt. Die „Landshut“ ist derzeit noch nicht zu besichtigen, aber mit Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Auswärtigen Amts lässt die Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt nun ein neues Museum einrichten, in dem die „Landshut“ als Teil einer Ausstellung ihren Platz finden wird.

Im Zentrum der Ausstellung werden die Geschichte der Entführung wie auch die Auseinandersetzung mit dem Terror der RAF stehen. Dazu wird die Boeing 737-200 C (teil-)restauriert und in ein Ausstellungskonzept eingebettet, das sich zum Ziel setzt, die Ereignisse des Jahres 1977 im zeitgeschichtlichen Kontext anschaulich zu vermitteln. Damit soll das Museum zugleich als demokratiegeschichtlicher Ort dienen, der den Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung der damaligen Ereignisse für die Entwicklung unserer Demokratie vermittelt.

Landshut - Der Talk

Die Gesprächsreihe "Landshut-Talk" beleuchtet die Ereignisse im Jahr 1977 von verschiedenen Blickwinkeln.

 

Nächster Termin:

Dienstag, 16. Oktober 2018
LANDSHUT: WAS KANN MAN LERNEN?

 

 

Vergangene Veranstaltungen:

23. März 2018

LANDSHUT - WIE ES WIRKLICH WAR. ZEITZEUGEN IM GESPRÄCH

 

12. August 2018

TRANSPORT UND RESTAURIERUNG DER LANDSHUT. EINE TECHNISCHE HERAUSFORDERUNG

 

VIDEO

40 Jahre "Landshut"-Entführung

Stimmen

  • Sigmar Gabriel, Bundesaußenminister a. D.
    „Die ‚Landshut‘ ist Symbol für unsere wehrhafte Demokratie und unsere freie Gesellschaft, die sich dem Terror entgegenstellt und sich nicht einschüchtern lässt. Ich freue mich, dass die 'Landshut' im Dornier Museum Friedrichshafen ihren letzten Landeplatz erhält, um möglichst vielen Menschen diese Geschichte zu vermitteln.“
  • Jürgen Vietor, Co-Pilot der 1977 entführten „Landshut“
    "Die 'Landshut' wird im Dornier Museum einen würdigen Patz erhalten und hier als ein Symbol des 'Deutschen Herbstes' an die Verbrechen der RAF, der auch mein Kollege, Kapitän Jürgen Schumann, zum Opfer fiel, erinnern."
  • Martin Rupps, Autor "Die Überlebenden von Mogadischu"
    "Der Erinnerungsort 'Landshut' lenkt den Blick auf die Opfer des Terror-Jahrs 1977, der bisher größten Herausforderung für die Bundesrepublik Deutschland als freiheitlicher und sozialer Rechtsstaat. Zu den Opfern gehören die Menschen, die ihr Leben verloren, ihre Hinterbliebenen und Freunde. Zu den Opfern gehören die Geiseln aus der 'Landshut', die überlebt haben. Als überlebende Opfer des Terrorismus sind sie Hinterbliebene ihrer selbst.“
  • David Dornier, Direktor Dornier Museum
    „Wir sind nicht nur glücklich und dankbar, sondern auch stolz, mit der 'Landshut' ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte im Dornier Museum zu zeigen. Unterstützen Sie uns bei diesem bedeutenden Projekt und setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Terror und Gewalt.“
  • Diana Müll, Zeitzeugin
    „Die Erlebnisse an Bord der entführten Maschine haften an mir bis an mein Lebensende. Es ist wichtig, dass diese Geschichte für die jüngere und kommende Generation aufbereitet wird und nicht in Vergessenheit gerät.“

GALERIE - Bilder der Landshut

Über uns

PROJEKTTRÄGER

Projektträger des Ausstellungsprojekts ist die Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt mit den Vorständen David Dornier, Dr. Dirk Rüttgers und Esther Perband.

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FÖRDERUNG

Das Vorhaben wird aus Mitteln der Bundesregierung gefördert.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Prof. Dr. Monika Grütters, finanziert die Erstellung und Umsetzung des Ausstellungskonzepts einschließlich der erforderlichen Personalkosten sowie die Remontage und Restaurierung des Flugzeugs. Das Auswärtige Amt hat die Finanzierung der Demontage und des Rücktransports der „Landshut“ übernommen und wird für die Finanzierung des Baus einer
Ausstellungshalle Sorge tragen.

Projektteam

Jannik Pfister
Wissenschaftlicher Projektleiter

E-Mail-Anfrage

Dr. Barbara Wagner
Kuratorische Projektleiterin       

E-Mail-Anfrage

 

Postanschrift
„Landshut“-Projektteam, Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, Claude-Dornier-Platz 1, 88046 Friedrichshafen

 


Wissenschaftlicher Beirat

Das „Landshut“-Projekt wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet. Dieser berät das Projektteam bei der Erarbeitung und Umsetzung des Ausstellungskonzeptes.
Ihm gehören derzeit an:

 

Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, Stellvertretende Leiterin, Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats)
Prof. Dr. Johannes Hürter, Leiter Forschungsabteilung München, Institut für Zeitgeschichte
Dr. Robert Kluge, Abteilung Luft- und Raumfahrt, Deutsches Museum München
Dr. Butz Peters, Journalist und Autor
Dr. Dietmar Preißler, Sammlungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Bonn
Dr. Martin Rupps, Journalist und Autor
Prof. Dr. Petra Terhoeven, Professur für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte, Georg-August-Universität Göttingen